Mind Diät

hält das Gehirn dauerhaft fit!

Mind-Diät


Willst du dich besser fühlen? Iss ein Stück schwarze Schokolade!
Bist du durch Konzentrationsprobleme und Hyperaktivität gehindert? Iss eine Mahlzeit, die reich an gesunden Omega-Fettsäuren ist!
Wissenschaftler haben bereits herausgefunden, wie wir unser Gehirn mit Nahrung beeinflussen können.

Es gibt viele wissenschaftliche Studien, die zeigen, dass schlechte Ernährung, die reich an ungesunden Inhaltsstoffen wie Trans- Fettsäuren verarbeiteten Produkten und grossen Mengen von Kohlenhydraten, nicht nur zu Übergewicht führen, sondern auch zu Stoffwechselerkrankungen wie Insulinresistenz oder Diabetes Typ 2. Es entstehen Entzündungen im Körper, welche über den Vagusnerv (die Achse zwischen Darm und Gehirn) in das Gehirn gelangen und dort weitere Entzündungen hervorrufen. Dadurch wird das Gehirn auf das Auftreten von neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer, Depression und Parkinson prädisponiert.

Das Gehirn ist der empfindlichste Organ des Körper

Gehirn ist das empfindlichste Organ in unserem Körper. Unsere intellektuellen Fähigkeiten hängen vom Zustand des Gehirns ab, davon, wie wir die Realität wahrnehmen und wie wir mit alltäglichen Stresssituationen umgehen.
Im Gehirn durchlaufen eine enorme Menge an chemischem Prozesse, wodurch es sehr anfällig auf Schäden ist, die durch oxidativen Stress durch hochreaktive freie Sauerstoffradikale verursacht werden. Freie Radikale entstehen als Zwischenprodukte von Prozesse im Gehirn und schädigen Nervenzellen, was wiederum die Kapazität des Gehirns verringern.

MIND - Diät für ein gesundes Gehirn

Die MIND-Diät ist eine Diät, die es darauf abzielt, die Funktion des Gehirns, der Neutotransmitter und des gesamten Nervensystems zu verbessern. Sie zeigt vielversprechende Ergebnisse bei der Prävention der Alzheimer-Krankheit, die zur Degeneration des Nervensystems führt. Die MIND-Diät wirkt sich nicht nur auf den Geist aus, sondern fördert auch die Gesundheit des ganzen Körpers. Sie ist einfach und erfordert nicht viel Anstrengungen.

Name MIND – Diät stammt von "Mediterranen-DASH Intervention for Neurodegenerative Delay". Die MIND-Diät ist eine Kombination aus der DASH-Diät und Mittelmeer - Diät. Die letzte ist eine der gesündesten Diäten und hilft bei der Vorbeugung von Stoffwechselerkrankungen. Aus beiden Diäten wurden die Elemente genommen, welche den Zustand des Gehirns am meisten beeinflussen.

Die Autorin der MIND-Diät ist Martha Claire Morris - eine Epidemiologin der Rush University Medical Center in Chicago, welche die Auswirkungen von Nährstoffen auf den Körper untersucht. Die Wirksamkeit der MIND-Diät bei der Prävention der Alzheimer-Krankheit wurde in einer fast 5-Jahres-Studie bestätigt. Weitere Untersuchungen zu den Auswirkungen auf die Alzheimer-Krankheit werden weiterhin durchgeführt.

Wie funktioniert die MIND – Diät?

Dank der MIND-Diät können sie das Risiko für neurodegenerative Hirnkrankheiten erheblich reduzieren. Die Anwendung der empfohlenen Nahrungsmittel wird sich positiv auf die Funktionalität des Gehirns und die Neurotransmitter auswirken. Die MIND-Diät ist damit ein Mittel zur Vorbeugung und Linderung der Alzheimer Symptome.

Regeln der MIND Enrährung

Die MIND-Diät ist in den USA anerkannt. News & World Report haltet sie für eine der gesündesten und einfachsten Diäten. Das Beachten seiner Regeln ist einfach und ist auch langfristig nicht schwierig zu halten. Der Hauptvorteil dieser Ernährung ist die freie Anwendung der empfohlenen Produkte.
 
Die Grundlage der Ernährung sind Produkte, die reich an Antioxidantien sind, einschliesslich der Vitamine A, C, E und B, und ungesättigte Fettsäuren, d. h. Inhaltsstoffe, die sich positiv auf die Funktionalität des Gehirns auswirken. Der Hauptunterschied zwischen der MIND-, DASH- und der Mittelmeerdiät, besteht in der Notwendigkeit, grünes Gemüse in grossen Mengen zu verwenden.

Empfohlene Nahrungsmittel:

Um das Gehirn durch Ernährung effektiv zu unterstützen, ist es notwendig die entsprechenden Lebensmittel kontinuierlich in ihrer Ernährung aufzunehmen:
  • Ungesättigten Fettsäure
Nicht jeder weiss, dass das Gehirn zu etwa 40% aus Wasser und zu 60% aus Fett besteht. Fett ist Teil der Membran, die die Nervenzellen umgibt. Es ist auch Teil der Myelinscheide, die die Nervenzellen umgibt und es dem Nervensignal ermöglicht, reibungslos und schnell zu laufen.

Das wichtigste Energiesubstrat, ohne dass das Gehirn nicht funktionieren kann, sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren Omega 3 (EPA und DHA) und Omega 6 (LA, ALA). Die beste Quelle für gesunde Fettsäuren sind fetter Seefisch, Chiasamen und Leinsamen, Avocado, unraffinierte Pflanzenöle wie kalt gepressten Olivenöl.
  •  Antioxidanten
Grosse Mengen an Antioxidantien in der Nahrung sind wichtig, um die freien Sauerstoffradikale zu bekämpfen, die oxidativen Stress verursachen. Die meisten Antioxidantien sind Vitamine mit starken antioxidativen Eigenschaften, die in Obst und Gemüse mit einer intensiven Hautfarbe enthalten sind. Die stärksten von ihnen sind die Vitamine A, C, E.
  • Protein
Ein weiterer wichtiger Makronährstoff in der Ernährung des Gehirns ist Protein. Ohne eine ausreichende Proteinversorgung in unserer Ernährung könnten keine biochemischen Prozesse im Körper stattfinden.Die beiden wichtigsten Aminosäuren, die Teil des Proteins sind, dass wir aus der Nahrung liefern müssen, sind Tryptophan und L-Tyrosin.
(Siehe dazu mein Artikel zu den Neurotransmitter..)
Fisch (Kabeljau) und Käse (Parmesan, Mozzarella) sind eine reichhaltige Quelle für Tryptophan.
  • Glucose
Ein wichtiges Element ist Glukose, die das Gehirn mit der notwendigen Energie versorgt. Ein Merkmal eines Gehirnes, der nicht mehr gut funktioniert, z.B. bei Menschen mit Alzheimer-Krankheit, oder bei Patienten mit Diabetes Typ 2, ist die Insulinresistenz des Gehirns - ein Zustand, bei dem Nervenzellen den Glukose-Insulin-Metabolismus beeinträchtigt haben.

Gehirn ist in der Lage, diese Glukose, während der Gluconeogenese aus nicht zuckerhaltigen Quellen zu produzieren und für Neuronen für eine ordnungsgemässe Funktion zu versorgen. Es empfiehlt sich daher eine Ernährung mit reichhaltigen ungesättigten Omega-Fettsäuren und die Reduzierung von Kohlenhydraten.
  • Probiotische Lebensmittel
Lebende Bakterienkulturen sind wichtig, um die Darmflora im Gleichgewicht zu halten. Wir wissen bereits, dass der Darm eine Brücke zu unserem Gehirn ist. Deshalb ist es so wichtig für eine ausgewogene Darmflora zu sorgen. Fermentierte Produkte von guter Qualität, die reich an lebenden Bakterienkulturen sind Sauerkraut, eingelegte Rüben und anderes eingelegtes Gemüse, sowie Milchprodukte wie Buttermilch, Kefir und Joghurt.
  • Mineralstoffe
Zink – ist ein Mikronährstoff, welcher in dem Gehirn unterstützender Ernährung nicht fehlen darf. Er ist verantwortlich für die Geschwindigkeit, die Qualität und den Empfang des von Neurotransmittern gesendeten Signals. Zu den zinkreichen Lebensmitteln gehören Avocado, Linsen, Kürbiskerne, Bohnen, Kichererbsen, Hafer, Grünkohl, Spargel, weisses Fleisch und Lachs.

Wie wirkt sich die MIND-Diät auf ihre Gesundheit aus?

Die MIND-Diät wurde als Ernährungsprotokoll zur Vorbeugung der Alzheimer-Krankheit entwickelt. Diese Krankheit betrifft normalerweise Menschen über 65, aber immer häufiger betrifft sie immer jüngere Menschen. Es ist das Ergebnis des Verlusts von Nervenzellen im Gehirn und führt zu einer allmählichen Verschlechterung des Gedächtnisses, der kognitiven Fähigkeiten, der Sprach- und Orientierungsstörungen. Es gibt kein wirksames Medikament dafür. Aktuell leben 144 300 Menschen mit Demenz in der Schweiz. Jährlich erkranken
30 910 Personen, das heisst alle 17 Minuten eine neu erkrankte Person. In den Vereinigten Staaten leiden etwa 5 Millionen Menschen an Alzheimer.

Die Wirksamkeit der MIND-Diät in diesem Bereich wurde durch eine 4,5-jährige Studie bestätigt, die an 923 Personen aus der Region Chicago im Alter von 59 bis 98 Jahren durchgeführt wurde. Während einer Nachbeobachtungszeit von 54 Monaten wurde festgestellt, dass das Alzheimer-Risiko bei Menschen, die die Ernährungsempfehlungen strikt befolgten, um 54% abnahm. Interessanterweise hatten Menschen, die die Empfehlungen nur teilweise befolgten, ein um 35% geringeres Risiko, an der Krankheit zu erkranken. Gleichzeitig wurde während des gesamten Beobachtungszeitraums das Fortschreiten der Krankheit nur bei 144 von fast 1000 untersuchten Personen festgestellt. Die Autoren der Studie betonen, dass dies erst der Beginn der Arbeit an den Möglichkeiten der Verwendung der Diät bei Alzheimer ist, aber die Ergebnisse sind vielversprechend.

Eine MIND-Diät für alle?

Die MIND-Diät kann nicht nur bei neurodegenerativen Erkrankungen angewendet werden. Es wird für alle Menschen funktionieren, die lange arbeiten und unter Stress leben und dies unter grosser geistiger Anstrengung. Eine Ernährung, die reich an Inhaltsstoffen ist, die für die Arbeit des Gehirns von Vorteil sind, verbessert das Gedächtnis und die Konzentration und ermöglicht es Ihnen, die Auswirkungen einer anhaltenden nervösen Anspannung weniger akut zu spüren. Darüber hinaus enthält die MIND-Diät Lebensmittel, die die Funktion des Kreislaufsystems verbessern, den Cholesterinspiegel im Blut senken und das Völlegefühl nach einer Mahlzeit verlängern, wodurch Sie weniger essen werden. Viele Antioxidantien aus Obst und grünem Gemüse helfen dem Körper, sich gegen Krebs, Anti-Aging und den Zustand der Hautzellen zu verteidigen.

Das MIND-Diätprotokoll empfiehlt, jeden Tag ein Glas Wein zu trinken, die Forschungsergebnisse zeigen, dass eine kleine Menge Alkohol besser für die Gehirnfunktion ist, als ihn vollständig zu eliminieren.

Ich frage mich, ist es möglich, sich eine bessere Ernährung vorzustellen?

Eine individuell ausgewählte Diät ermöglicht es Ihnen, kognitive und Wahrnehmungsfunktionen positiv zu beeinflussen und gleichzeitig gesund, lecker und ohne grosse Strapazen zu essen.

Autor: Izabella Banaszak

Bibliografie:
Nutrition Essentials and Diet Therapy, Nancy J. Peckenpaugh
Diet for the Mind, Dr Martha Clare Morris
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25681666/
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31209456/
https://www.alzheimer-schweiz.ch/de/publikationen-produkte/produkt/demenz-in-der-schweiz-zahlen-und-fakten/
 

Datum der Veröffentlichung: 3 Januar 2021
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